Neue Initiative zur Vitalisierung der Donauuferbahn

Donauuferbahn – Bahnhof Persenbeug

Carl Ritter von Ghega und seinen Auftraggebern haben wir eine kulturtechnische Meisterleistung zu verdanken: eine auch im 21. Jahrhundert weiterhin voll zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur – Österreichs Bahnnetz.

Quer durch alle Parteien und über Ländergrenzen hinweg findet angesichts von Klimakrise, steigendem Straßenverkehr und anhaltender Landflucht inzwischen ein grundsätzliches Umdenken in der Verkehrspolitik statt: Mit einem erfreulich klaren Bekenntnis zur vollständigen Erhaltung und Aufwertung sämtlicher Regional- und Nebenbahnen hat das Land Oberösterreich zuletzt ein wichtiges Zeichen gesetzt.

Der zeitgemäße, bedarfsgerechte Ausbau der Bahninfrastruktur ist ein Schlüsselfaktor für die Entlastung des Straßennetzes, für die gedeihliche Entwicklung ganzer Regionen und für eine diskriminierungsfreie, umweltgerechte Mobilität.

Niederösterreich hat innerhalb weniger Jahre wesentliche Teile des traditionsreichen Bahnnetzes quasi unwiederbringlich zerstört. Noch vorhandene Teilstrecken wurden auf reinen Nostalgie- und Tourismusbetrieb umgestellt und haben heute weder für die regionale Wirtschaft noch für die ansässige Bevölkerung einen maßgeblichen praktischen Nutzen.

Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher werden aus kaum nachvollziehbaren Gründen auf die Straßen und ans Auto gekettet. Ihrerseits müssen sie darauf achten, dass sie nicht unter die Räder eines regionalen Gütertransports geraten, der ohne funktionierendes Bahnnetz ebenfalls menschen-, umwelt- und klimaschädlich nur über die Straße abgewickelt werden kann.

Viele vom Abbau der Donauuferbahn betroffenen Menschen sehen sich inzwischen außerstande, der vorsätzlichen Vernichtung „ihrer“ Donauuferbahn weiterhin tatenlos zuzusehen. In der neuen, breit aufgestellten Initiative zur Rettung der Donauuferbahn setzen sich Menschen aller Generationen fernab politischer Eitelkeiten ein für …

  • die Aussetzung des Auflassungsbescheides    
  • die Verlagerung des maßgeblichen Gütertransports auf die Schiene    
  • eine alltagstaugliche überregionale Bahnverbindung entlang des Donauufers

Die Verkehrswende NÖ unterstützt die Initiative vollumfänglich und beteiligt sich an weiterführenden bewusstseinsbildenden Maßnahmen auf zivilgesellschaftlicher, institutioneller und politischer Ebene.

Medienberichte zur Pressekonferenz vom 4. September 2019, 10:00 Persenbeug

Weiterführende Projektinformation: Homepage der Initiative