Region: Marchfeld/Weinviertel

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKurzbeschreibung: 19 km ökologischer und ökonomischer Wahnsinn – das ist die geplante Lobau-Autobahn. Mit diesem Stück Autobahn durch den Nationalpark Donau-Auen soll der so genannte „Regionenring“, die Autobahnumklammerung von Wien und St. Pölten, geschlossen werden. Abgase von 60.000 Fahrzeugen täglich – nur 100 m entfernt von Wohnhäusern, nahe an Schulen und Kindergärten. Die Lobau-Autobahn ist Teil eines europaweiten Straßenbauprojekts im Rahmen der “Transeuropäischen Netze” (TEN-V) – zum Nutzen der Frächter und obwohl eine entsprechende Nord-Süd-Verbindung für den Auto- und LKW-Verkehr in der Slowakei seit bald 20 Jahren besteht!

S1_Lobau-Autobahn_Hier verbrenntKritik: 8,5 km der Lobau-Autobahn sind besonders zerstörerisch angelegt: Sie würden als Tunnel durch den Nationalpark Donau Auen führen, Grundwasser und ökologisches Gleichgewicht wären enorm bedroht. Laut Wiener Umweltanwaltschaft (und sogar laut Asfinag!) wird es zu keiner Entlastung der betroffenen Ortschaften kommen. Auch die Wiener Südost-Tangente wird nicht entlastet. Außerdem wächst „dank“ dem zu erwartenden steigenden Autoverkehr der Druck, weitere Autobahnen und Schnellstraßen zu bauen: Die A23-Spange Aspern/Stadtstraße Hirschstetten und die S8 (die Marchfeld-Autobahn) bekommen ihren fragwürdigen Nutzen erst durch die Verbindung mit der Lobau-Autobahn.

S1_Lobau-Autobahn_S1_StreckengrafikDie Donau Auen zwischen Wien und Bratislava sind nicht umsonst ein Nationalpark – ein sensibles, streng geschütztes Ökosystem. Ein derartig dramatischer Eingriff wie das Bohren von 2 Tunnelröhren mit 15 Meter Durchmesser gefährdet den Grundwasserhaushalt der Lobau und den gesamten Nationalpark.


Geplante Baukosten:
Während der Planungszeit sind die Angaben der Asfinag stetig gestiegen. Während die Autobahnbauer nun offiziell 1,8 Milliarden Euro angeben, erwarten wir tatsächliche Kosten von rund 3 Milliarden Euro exklusive Finanzierungskosten.

 

Wir haben Alternativen!

S1_Lobau-Autobahn_am_wasserIn Zeiten von Wirtschaftskrise und Spardruck ist es völlig unverständlich, 3 Milliarden Euro in ein einziges Straßenprojekt zu buttern. Dazu kommen in der Folge Kosten für Erhaltung und Sanierung, Finanzierungskosten und die Kosten durch Verkehrsunfälle. Laut einer Studie des IHS bringt es der österreichischen Wirtschaft kaum etwas, wenn Steuergeld in Autobahnen fließt. Ein Steuereuro in die Schiene investiert bringt dreimal so viel! Denn Autobahnen beschleunigen die Zersiedelung, schwächen die lokale Wirtschaft und führen dazu, dass immer mehr Menschen zu PendlerInnen werden.

Wer intelligente Mobilität für die Menschen in der Ostregion will, investiert in den öffentlichen Verkehr und in intelligente Regionalentwicklung!

Weitere Informationen:
Plattform Zukunft statt Autobahn
Axel Grunt
info@zukunft-statt-autobahn.at
0680-2379245
Web: www.zukunft-statt-autobahn.at

 

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S1 – Lobau-Autobahn