Ausbau der Franz-Josefs-Bahn

Franz-Josef-Bahn_ProFJB_LOGO neu_grünRegion: Stadt Wien, Donautal-Schmidatal-Waldviertel, Bezirke TU, HL, HO, ZT, WT, GD, Tschechische Republik


Kurzbeschreibung
: Fehlende Investitionen in die Infrastruktur haben das Waldviertel in den letzten Jahrzehnten immer mehr zur Abwanderungsregionen verkommen lassen. Vor allem die Franz-Josefs-Bahn, die seit mehr als 100 Jahren Wien und Prag mit der direktesten und kürzesten Strecke verbindet, muss hier in der Zukunft wieder eine entscheidende Rolle einnehmen und die Region zukunftsfit machen.

EPSON scanner imageKritik: Seit 50 Jahren wurden in der Region keine maßgeblichen Investitionen in die Schieneninfrastruktur getätigt. Eine zeitgemäße Infrastruktur ist Grundlage für Wirtschaft, Kultur, Bildung, Wohnen und vieles mehr. Wir treten gegen die Verschlechterung und Ausdünnung des Angebotes einerseits und gegen den immer wieder von der FPÖ und auch SP-FSG geforderten Bau einer Waldviertel-Autobahn auf.

 

Wir haben Alternativen!

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Die Franz-Josefs-Bahn bildet die Lebensader der gesamten Region!

  • Kurzfristig: Einsatz von neuem Zugmaterial, Taurus Lokomotiven für alle Verbindungen, Ausnahmegenehmigungen für schnelleres Einfahren in die Bahnhöfe
  • Mittelfristig: Beginn Planung „FJB 2025+“, Attraktivierung des Güterverkehrs für regionale Betriebe
  • Langfristig: Absdorf als Knotenpunkt (Umsteigemöglichkeiten nach St. Pölten, Wien West, Krems und Stockerau), Vindobona: Budapest- Wien-Budweis – Prag – Berlin, Centrope: Budapest – Bratislava – Wien – (Budweis) – Prag

Weitere Informationen:

 „Initiative PRO Franz-Josefs-Bahn“
Gerald Hohenbichler
info@pro-fjb.at
g.hohenbichler@pro-fjb.at
Web: www.pro-fjb.at

 

„Alte Westbahn“ + regionale Buslinien in der Region

Alte Westbahn 110925 S50 in Unter Tullnerbach

Alte Westbahn Rekawinkel

 

 

 

 

 

 

 

Region: westlicher Wienerwald entlang der „alten“ Westbahn (Wr. Stadtgrenze bis St.Pölten)

Kurzbeschreibung: Um die Lebensqualität in den Wiener Umlandgemeinden zu halten/ zu verbessern, muss der Anteil am öffentlichen Verkehr steigen. Wir fordern ein angepasstes, vernetztes und vertaktetes ÖV-Angebot mit dem „Rückgrat alte Westbahn“ und einer angepassten Flächenerschließung über Busse.

Kritik: Der Autoverkehr wird in den nächsten Jahren in der Region dramatisch wachsen, wenn die Verkehrsplaner des Landes NÖ den öffentlichen Verkehr zwischen St. Pölten und Wien weiterhin ausdünnen. Vor allem würde dies für die Menschen in den betroffenen Gemeinden zu deutlichen Verschlechterungen führen, zumal etwa fehlende Züge in den Abendstunden oder eine ungenügende Koordination mit Busfahrplänen gerade PendlerInnen oder SchülerInnen treffen würde.

Wir haben Alternativen!

Es braucht einen Fahrplan auf Bahn und Bus, bei dem man – wenn auch unter Kompromissen – in unserer Region auf das Auto verzichten kann.

Einige Beispiele: Einrichtung eines echten Schnellbahnverkehrs für die Gemeinden Purkersdorf, Tullnerbach und Pressbaum, oder ein „flotter Regionalzugtakt für alle Halte zwischen Rekawinkel und St. Pölten“ oder etwa eine gute Erreichbarkeit der für die Region zentralen Einrichtungen wie Krankenhaus bzw. Arbeitsamt Tulln.

 

Weitere Informationen:

Aktionskomitee „Unser Westbahn – unsere Busse“
Sprecher: Ing. Andreas Offenborn
e-mail: andio@a1.net
Tel.: 0664 615 3859

Donauuferbahn

Region: Wachau

Kurzbeschreibung: Im Jänner 2010 beschloss das Land Niederösterreich die Donauuferbahn zusammen mit einigen anderen (zum Teil bereits eingestellten) Bahnlinien von den ÖBB zu übernehmen. Eine Fortführung des Schienenverkehrs war allerdings nicht beabsichtigt. Der Planverkehr wurde im Dezember 2010 auf der Gesamtstrecke eingestellt und durch Busse ersetzt. Nur für den Tourismus- und Nostalgieverkehr bleibt das Teilstück zwischen Krems und Emmersdorf erhalten.

Kritik: Die mit absoluter Mehrheit regierende ÖVP hat ein Bahnsterben in Niederösterreich zu verantworten! Schon 2004 haben die ÖBB den Zugsverkehr auf der Hälfte der Strecke zwischen Spitz und Emmersdorf eingestellt. Investiert und modernisiert wurde nicht, monatelange Ausfällen waren die Folge, die Bahn wurde immer unattraktiver.

Die Einstellung der Donauuferbahn ist Teil eines – in eine völlig verkehrte Richtung weisenden – Verkehrskonzeptes. Anstatt dort, wo es sinnvoll ist, auf den Ausbau und Weiterentwicklung der Schiene zu setzen, wird planlos gekürzt, eingestellt und der Busverkehr forciert.

Wir haben Alternativen!

Wir fordern die Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Abschnittes zwischen Emmersdorf und Sarmingstein, um wieder direkt zwischen Krems und Linz fahren zu können. Wäre auch wichtig für den Tourismus in der Wachau!

Vorabgebildeter Orient-Nostalgiezug (Foto nach Farbkorrektur)
Vorabgebildeter Orient-Nostalgiezug (Foto nach Farbkorrektur)
Durch die Wachau wegen des Unfalls in Melk umgeleiteten IC “NÖ Tonkünstler”
Durch die Wachau wegen des Unfalls in Melk umgeleiteten IC “NÖ Tonkünstler”
Sonderfahrt 80 Jahre Wachauerbahn 1989
Sonderfahrt 80 Jahre Wachauerbahn 1989

 

A5 Nordautobahn

Region: Weinviertel

Kurzbeschreibung: Die Nordautobahn A5 beginnt am Knoten Eibesbrunn nördlich von Wien und führt durch das Weinviertel nach Schrick, von wo aus bereits die Verlängerungsarbeiten laufen, zur tschechischen Grenze bei Drasenhofen. Die Strecke wurde im Rahmen eines PPP Projektes (Public Private Partnership) durch die Bonaventura GmbH geplant, finanziert und gebaut. Aufgrund der deutlich überhöhten Verkehrsprognosen hat das Konsortium mit schweren Verlusten zu kämpfen.

Kritik: Mit A5, S8 und S3 sind in der Region mindestens zwei Autobahnprojekte zu viel auf dem Weg. Der Öffentliche Verkehr in der Region wird weiter ignoriert. Auch waren in der Vergangenheit selbst scheinbar konkrete Planungsziffern für die A5 nicht nachvollziehbar: So kommt eine tschechische Zählung am Grenzübergang Drasenhofen im Jahre 2010 auf 5.054 Fahrzeuge täglich, auf Niederösterreichischer Seite liegt man mit 7.135 Fahrzeugen immerhin um 40 Prozent darüber.

Auch zur politischen Kultur der Enge in NÖ hat das Projekt einiges beigetragen: KritikerInnen der A5 hat Landesrat Karl Wilfing – eigentlich Niederösterreichs Landesrat für Öffentlichen Verkehr – persönlich diskreditiert: Die BürgerInneninitiative „BI A5 Mitte“ wurde regelmäßig öffentlich angegriffen, bis hin zu einer von Wilfing beworbenen Demonstration vor dem Privathaus der Sprecherin der BI. Nur das Eingreifen der Polizei konnten die rund 70 DemonstrantInnen daran hindern, bis zu dem Privathaus vorzudringen.

Auch aus der Slowakei kommt Gegenwind zur A5: Bratislava plant den sechsspurigen Ausbau der nur gut 60 Kilometer östlich verlaufenden Transitroute D2 von Bratislava nach Breclav, bereits jetzt der schärfste Konkurrent der A5 im Rennen um Mautzahler und EU-Gelder aus dem Etat für Transeuropäische Netze (TEN). Zudem plant Bratislava den Umfahrungsring D4, der sowohl Kittsee als auch Marchegg an die D2 anbindet. Damit ist eine Verbindung Wien-Brünn überflüssig, der Transit muss gar nicht über Ostösterreich und Wien rollen

Geplante Baukosten: 13 Millionen Euro pro Kilometer! Stolze 255 Millionen Euro haben bereits die ersten 23,5 Kilometer zwischen Eigensbrunn und Schrick gekostet, Nun wird wieder tief in den Topf gegriffen: Offiziell kalkuliert die Asfinag 324 Millionen Euro für 33,5 Kilometer Fortsetzung von Schrick bis an die Staatsgrenze!

Wir haben Alternativen!

Das Weinviertel braucht keine drei Autobahnen sondern kluge Regionalentwicklung, Arbeitsplätze im Bezirk und intelligente lokale Verkehrslösungen. Die A5 und ihre tschechische Fortsetzung lösen die Probleme der Region keineswegs. Effizienter und mehr im Sinn der Menschen im Weinviertel wäre es, wirklich notwendige Umfahrungspläne zügig zu realisieren und ebenso großzügig in den Öffentlichen Verkehr zu investieren.

  • Ausbau der Bahn
  • Kooperation mit Slowakei
  • dezentrale Raumordnungspolitik
  • Bundesstraßen Maut (für Transitverkehr)
  • Umfahrungsstraßen statt A5 an kritischen Stellen

Links

A5 Schrick-Staatsgrenze 09-13 A5 Nord Autobahn Süd_Streckenplan 1

A5 Schrick-Staatsgrenze 09-13

 

Schienenlückenschlüsse nach Tschechien bei Fratres und Laa/Thaya

Region: nördliches Waldviertel

Kurzbeschreibung: Noch im Jahr 2010 publizierte das Land NÖ Schienenprojekte, die bis zum Jahr 2010 verwirklicht werden sollten, darunter auch der Lückenschluss von Fratres nach Slavonice. Nachdem das Land die Strecke von den ÖBB übernommen hatte und damit der Weg für den Lückenschluss frei war, wurde sie zu einem Großteil zerstört, um in einen Radweg umgewandelt zu werden.

Kritik: Heute endet das Schnellbahnnetz wenige Hundert Meter vor der tschechischen Grenze. Obwohl sich sich in unmittelbarer Nähe die Therme Laa befindet, deren Gäste zu rund einem Drittel aus der Tschechischen Republik kommen – freilich nicht per Bahn.

Wir haben Alternativen!

Eine Regionalbahn bringt neue wirtschaftliche Impulse für den Öffentlichen Personenverkehr sowie für den Güterverkehr.

Die Reaktivierung des Eisenbahngrenzüberganges Fratres – Slavonice plus Wiederinbetriebnahme des Abschnittes Waidhofen/Thaya – Slavonice würde neue Möglichkeiten für Personen- und Güterverkehr in Südmähren/Jihlava und im nördlichen Waldviertel bedeuten. Vor allem würde dadurch erst eine Verknüpfung der beiden Regionen durch Öffentliche Verkehrsmittel erfolgen.

  • Generelle Einführung eines durchgängigen integrierten Taktfahrplans mit Taktknoten Schwarzenau.
  • Anpassung des Busliniennetzes (Keine Parallelverkehre zur Bahn!).
  • Zubringerlinie zum Bahnhof Dobersberg, Verbindung von Heidenreichstein mit Raabs/Thaya über Kautzen – Dobersberg – Karlstein.
  • Taktknoten Dobersberg
  • Abstimmung der Busfahrpläne auf die Bahnfahrpläne (Bus als Zubringer zur Bahn) mit kurzen Umsteigezeiten und mit Taktverkehren
  • Information der Bevölkerung über das Angebot im Öffentlichen Verkehr (aktive Werbung)

Ein gesteigerter Zubringerverkehr würde auch zu einer Stärkung der Franz-Josefs-Bahn führen.

S8 – Marchfeld-Schnellstraße

WWF und Naturschutzbund Niederösterreich gegen S8-Pläne – Presseaussendungen March-Thaya – Verschiedene Inhalte – WWF Österreich – Artenschutz, Naturschutz, Klimaschutz 

WWF und Naturschutzbund Niederösterreich gegen S8-Pläne
Ausbau des öffentlichen Verkehrs statt Autobahnwahnsinn gefordert

Wien/St. Pölten, 14. 12. 2007 – Der WWF und der Naturschutzbund Niederösterreich sprechen sich massiv gegen die Vorverlegung des Baubeginns und die neue Trassenführung für die umstrittene Marchfeld-Schnellstraße (S8) aus, wie dies gestern von Landeshauptmann Erwin Pröll und Bundesminister Werner Faymann angekündigt wurde. „Die Pläne widersprechen jeglicher Zielsetzung einer nachhaltigen Raumentwicklung – in wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Hinsicht“, so die beiden Organisationen.

Nur wenige Wochen nach der Verkehrsfreigabe der A6, der direkten Verbindung zwischen Wien und Bratislava, wird nun der Startschuss für eine zweite Autobahntrasse in nicht einmal 20 Kilometern Luftlinie von der A6 gegeben. Damit wird das Budget der ASFINAG auf weitere Jahrzehnte unnötig belastet, da nun zwei hochrangige Straßen parallel geführt werden sollen. Bei dieser Entscheidung wurden die Ergebnisse der strategischen Umweltprüfung, die bereits im Jahr 2004 fertig gestellt worden ist, völlig ignoriert. Die Prüfung hatte die Maßnahmen im öffentlichen Verkehr wesentlich besser bewertet als beide Schnellstraßenvarianten. Auch wurden kritische Stellungnahmen im Rahmen dieser Prüfung völlig ignoriert. Es wurde bereits damals massiv bezweifelt, dass eine zweite „de facto-Autobahn“ zwischen Wien und Bratislava überhaupt notwendig ist.

Der WWF und der Naturschutzbund Niederösterreich sind zudem der Meinung, dass die Marchfeld-Schnellstraße in dieser Form gar nicht genehmigungsfähig ist. Die Straße wird nicht nur die March-Auen sondern auch weitere hochwertige Schutzgebiete und Schutzgüter im Marchfeld beeinträchtigen, so die Umweltschützer. „Die jetzt getätigten Versprechungen sind nicht mehr als ein teures Wahlkampfzuckerl“, sagte Bernhard Kohler, Leiter des WWF Ostösterreich-Programms. „Während weltweit an Strategien für wirksamen Klimaschutz gearbeitet wird, setzt die Regionalpolitik in Niederösterreich noch immer auf überdimensionierte Straßenbauvorhaben“.

Für den Großraum Wien und besonders das Marchfeld wird die S8 keinerlei Verkehrsentlastung bringen, sondern eine massive Zunahme des Verkehrs auch in den Gebieten bewirken, die bisher noch relativ ruhig waren. “Eine Förderung des öffentlichen Verkehrs und die lokale Beruhigung des Verkehrs durch Umfahrungen ist die wesentlich bessere Lösung im Hinblick auf Ökologie, Ökonomie und Lebensqualität – das Geld dafür wäre ja offenbar vorhanden“, so Margit Gross, Geschäftsführerin des Naturschutzbundes Niederösterreich.

Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83 488 231.

Die Verkehrsinitiativen in Niederösterreich

Hier geben wir Ihnen einen Überblick zu den Hot-Spots niederösterreichischer Verkehrspolitik.

Problem des Klimawandels ist in der praktischen Planung der Moblitätsangebote noch nicht angekommen.
Nach wie vor werden hochrangige Straßen durch die Natur gebaut.
Bester Boden wird versiegelt und verdichtet.
Bahnen werden stillgelegt und der Busverkehr ausgedünnt.

Diese Homepage dient der Vernetzung
der zahlreichen Initiativen.

Wir laden zur ehrenamtlichen Mitarbeit für die
Entwicklung der Inhalte und der Organisation ein:
– Homepage-Betreuung
– Pressearbeit
– Koordination & Aktion

 

Das Verkehrswende-Team aus Niederösterreich

Kontakt: Karl Zauner
noe@verkehrswende.at · 02622 212 65